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Authentic Vision in the Salzburger Nachrichten (German)

 

“Zentrale Elemente von Silicon Valley gibt es auch in Salzburg”

 PUCH, Austria 24. März. Pascal Levensohn gilt als internationaler „Start-up-Guru“: Der Kalifornier mit altösterreichischenWurzeln verwaltet zwei Familienstiftungen mit einem Gesamtvolumen von 300 Mill. US-Dollar. Er investiert seit 20 Jahren in kleine, aufstrebende Firmen und entwickelt sie zu Weltmarktführern in ihrerNische. Im SN-Interview lässt Levensohn mit positiven Einschätzungen aufhorchen. „Für mich ist klar, dass die zentralen Elemente von Silicon Valley auch in Salzburg existieren“, betonte der 55-Jährige. Denn es gebe die Fachhochschule und für Start-ups viel Unterstützung von Land und Wirtschaftskammer: „In Salzburg sitzen auch Global Player wie Red Bull, Sony, Porsche Holding, Palfinger, Spar. Swarovski und KTM sind in der Nähe.“ Weitere Bedingungen für den Erfolg von Start-ups seien neben einem wettbewerbsfähigen Produkt samt motiviertemTeamein starker Rückhalt durch die lokalen Unternehmen. Hier sieht er in Salzburg noch Luft nach oben. Levensohns Kernbotschaft: „Die Salzburger müssen sich mit der Realität anfreunden, dass Start-ups auch scheitern können. Ich kenne imSiliconValley niemanden, der noch nie gescheitert ist.“ Auch Levensohn erlitt mit seiner ersten Firmenbeteiligung 1996 Schiffbruch: „Es war ein Energydrink ähnlich wie Red Bull. Es haperte aber an der Führung.“ Sein zweites Investment in einen damaligen Prototyp war aber sein erfolgreichstes überhaupt: Die US-Firma Intuitive Surgical, die Hightech-Geräte für die Schlüssellochchirurgie erzeugt, erzielt gerade einenUmsatz von 2,3MilliardenUS-Dollar. Derzeit ist Levensohn ebenso wie der gebürtige Salzburger Andreas Spechtler, Präsident des Soundspezialisten Dolby International (Sitz: Amsterdam), auch an einem Salzburger Start-up beteiligt: Beide halten Anteile an der Authentic Vision GmbH des Abtenauer FH-Absolventen Thomas Weiß. Die Firma erzeugt ein Qualitätssiegel, das Produkte vor Fälschungen schützt. Generell betont Levensohn, der am Donnerstag an der Fachhochschule referierte, dass Startups ihre Zeit bräuchten und nichts seien, womit man über Nacht Millionär werden könne. Jungunternehmern rät er, möglichst schnellmöglichst global zu denken: „Wenn man eine Idee mit großem Potenzial hat, muss man damit rausgehen und darf sie nicht geheimhalten.“